Wie erkläre ich Kindern den Tod

Was für Erwachsene schon unlösbar scheint, nämlich den Tod eines geliebten
Menschen zu begreifen und die Trauer zu durchleben, kann für Kinder, die eispielsweise
einen Eltern- oder Großelternteil verloren haben, ein Trauma werden, wenn man glaubt, sie seien noch zu klein, den Tod zu erfassen.

Die Trauer von Ihnen fernzuhalten, was sicher fürsorglich gemeint ist, ist trügerisch, denn auf den Verlust zur Bezugsperson reagieren Kinder schon wenige Wochen nach ihrer Geburt.

Je nach Altersstufe kommt nicht selten hinzu, dass der Akt des Todes als Weggehen, als Verlassenwerden, als Strafe wegen böser Taten begriffen wird und mit extremen Schuldgefühlen verbunden ist.

Trauer ist Schwerstarbeit für Körper und Seele, für Erwachsene und ganz besonders für Kinder.
Kinder können den Schmerz und Verlust, den sie verspüren, noch nicht richtig einordnen. Das kindliche Wesen setzt die Trauer spielerisch um und kann einem
ständigen Wechsel zwischen Lachen, Weinen, Aggression oder totalem Rückzug
unterliegen.
Auch haben sie in jeder Altersphase eine andere Vorstellung vom Tod.

Um die Situation begreifbar zu machen, sollte man keinen Kinderfragen ausweichen
und ihnen mit viel Liebe und Geborgenheit begegnen.
Kindgerechte Erklärungen in Bildern und Geschichten sowie das Einhalten von Ritualen,
wie regelmäßige Besuche am Grab, individuelle Gedenktage, das Anzünden von Kerzen, helfen Kindern zu lernen, dass Trauergefühle gezeigt werden dürfen. Zu diesem Thema stellen wir Ihnen hilfreiche Bücher und Informationsmaterial zur Verfügung.

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